Gemeinschaftspraxis
Treffpunkt Therapie & Lernspaß
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Wahrnehmung der Raumlage, der Raumorientierung und des Körperschemas

  • Raumorientierung
    Die Räumliche Wahrnehmung beinhaltet die Fähigkeit, die Lage von zwei oder drei Gegenständen in Bezug zu sich selbst und in Bezug zueinander, wahrzunehmen.
    Sie ermöglicht räumliche Beziehungen richtig wahrzunehmen und bildet eine Grundvoraussetzung um Buchstaben, die sich in ihrer Raumlage unterscheiden, auseinander zuhalten sowie für das rechnerische Denken.
  • Körperschema
    bildet die Basis für die Orientierung im Raum.
    Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Orientierung am Körper haben eine „innere" Landkarte angelegt, der Unterschied von oben-unten, hinten-vorne, rechts-links ist bekannt. 
    Ein noch nicht entwickeltes oder gestörtes Körperschema führt zur Raumorientierungsschwäche, das heißt, der Unfähigkeit, räumliche Beziehungen richtig wahrzunehmen.


Auffälligkeiten

Allgemein:

  • Störungen in der Handlungsplanung und Handlungssteuerung,
  • Das Zusammenwirken der beiden Gehirnhälften ist mangelhaft,
  • das Verständnisproblem bei räumlichen und zeitlichen Bezeichnungen wie „vor",
    „nach",
  • lange Sätze, die räuml. und zeitl. Strukturen betreffen, werden nicht verstanden,
  • umstellen von zusammengesetzten Wörtern
  • nachlegen von Figuren oder Nachbauen von Konstruktionen,
  • Figuren nach Ansage zeichnen,
  • spiegelbildlichen Zeichnen einfacher Muster

Verhalten:

  • trödeln,
  • haben ihre Sachen nicht in Ordnung,
  • haben einen chaotischen Platz, Zimmer 
  • motorisch entweder überaktiv oder gehemmt,
  • räuml. Veränderungen beunruhigen,


Arbeitsweise:

  • ·zeitaufwendiges, umständliches Suchen, Finden oder Herrichten der erforderlichen Lernunterlagen


Orientierung im Raum:

  • Probleme bei Sing- und Bewegungsspielen (stoßen zusammen, bewegen sich unrhythmisch),
  • finden sich nur schwer in einer unbekannten Umgebung zurecht, 
  • verlaufen sich oft (Weg in die Schule, im Schulhaus, zurück zur Klasse)


Schwierigkeiten räumliche und zeitlichen Distanzen zu bewältigen:

  • bei Größen und Einheiten,
  • im Bauen nach Vorlagen, Konstruktionsspielen,
  • beim Erlernen der Uhr,
  • beim Erlernen des Radfahrens, Schwimmens,
  • beim Nachahmen von rhythmischen Bewegungen

Schreiben:

  • Zeilenbeginn variiert ständig,
  • räumliche Anordnungen werden nicht beachtet,
  • Unsicherheiten bei einer Richtungsänderung innerhalb eines Buchstaben,
  • langsames Schreibtempo,
  • Verwechslung von Buchstaben, die sich in ihrer Lage unterscheiden b/d/p/q, u/n,
  • seitenverkehrtes Schreiben

Schreibmotorik:

  • schlecht leserliches Schriftbild,
  • ungleiche Abstände der Buchstaben,
  • stockender Schreibrhythmus,
  • umdrehen der Buchstaben,
  • ungleiche Zeilenabstände

Lesen:

  • umdrehen der Buchstabenreihenfolge im Wort lieb/leib, mit/tim,
  • verwechseln von Buchstaben, die in ihrer Lage sehr ähnlich sind b/d/p/q, u/n,
  • Lesetempo stark verlangsamt und stockend,
  • verlieren der Zeile

Taktil kinästhetische Wahrnehmung:

  • ungenaues Wahrnehmen der Bewegungen,
  • ungenaue Lokalisation von Berührungen,
  • nehmen die eigene Körperhaltung, Stellung der Gelenke nicht wahr,
    daher Schwierigkeiten beim :
    - Nachahmen von Bewegungen,
    - Rückenschreiben,
    - Einzelbewegungen,
    - Bewegungen kombiniert mit Aufträgen

Rechnen:

  • seitenverkehrtes Schreiben oder Lesen mehr stelliger Zahlen und Ziffern,
  • Zuhilfenahme von Hilfsmitteln (Finger, Plättchen)
  • Wechsel der Richtung innerhalb eines Rechenvorgangs (82 - 53 = 31.)
    Daher Probleme beim:
    - Einprägen von Begriffen wie Einer, Zehner, Hunderter,....
    - bei allen Rechenarten, des Zurückrechnens (Subtraktion, Division, Insätzchen, wie viel ist,.),
    - bei Rechenarten mit Raumeinteilung (Multiplikation, Division, Bruch-, Schlussrechnen,)
    - beim Finden von vorangehender, nachfolgender Zahlen,
    - beim Verstehen von Textaufgaben mit räumlicher u. zeitlicher Struktur


Was kann ich dagegen tun?

  • Körperteile genau bezeichnen und immer wieder zeigen lassen,
  • Körperteile zeigen bewegen lassen - Finger spreizen, Hände ballen
  • Übungen zur Körperbeherrschung
  • Pantomimische Darstellungen
  • Figuren nachlegen, nachzeichnen, spiegeln
  • Umsetzen von Raumbegriffen in Bewegung - Roboterspiel
  • Umsetzen von Raumbegriffen in graphische Gestalten 
  • Labyrinthe
  • Nachbauen von Vorlagen - Lego, Matador
  • Symmetrische Figuren ergänzen
  • Spiele
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