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Teilleistungen

Um Lesen, Schreiben und Rechnen zu erlernen, benötigt der Mensch gewisse Basisleistungen.

Diese Basisleistungen sind in 5 verschiedene Wahrnehmungsbereiche / Teilleistungen unterteilt und alle diese Leistungen sind notwendig, um unsere Kulturtechniken zu erlernen. Gibt es Probleme in einer oder mehrerer dieser Teilleistungen (Teilleistungsschwächen kurz TLS), so kann es zu Problemen beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens kommen.

Wahrnehmungsbereiche

  • Auditive Wahrnehmung
  • Visuelle Wahrnehmung
  • Wahrnehmung der Raumlage, der Raumorientierung und des Körperschemas
  • Serielle Wahrnehmung
  • Intermodale Wahrnehmung

Auswirkungen auf das Verhalten

Die Auswirkungsmöglichkeiten von TLS sind vielfältig

Sie können sich auf das Lernen, aber auch direkt auf das Verhalten des Kindes auswirken.
Ein Beispiel: eine Differenzierungsschwäche verringert das Mimik- und Gestikverständnis, das Erkennen des emotionalen Gehalts einer Aussage, ....

  • Die Aussage „ Hör mir bitte jetzt genau zu", ruhiger, etwas lauter gesprochen und sehr eindringlich formuliert, wird bei einem Kind mit einer Wahrnehmungsschwäche keine Reaktion hervorrufen. Erst wenn Sie auf den Tisch schlagen, wird es die Dringlichkeit begreifen.

Es ist daher verständlich, dass die selben Fähigkeiten wie beim Ansageschreiben, nämlich das genaue Hinhören, auch gebraucht werden, um sich in einer Gemeinschaft, z.B in der Klassen zu Recht zu finden.

  • Es ist daher gar nicht schwer, sich vorzustellen, was passiert, wenn ein Kind, das z.B in diesem Bereich eine TLS hat, also feine Unterschiede nicht hört und daher nicht nur Buchstaben verwechselt, sondern auch mehrmals angeredet werden muss, bevor es reagiert, NICHT bemerkt, dass es aufgefordert wurde, weil es das nicht wahrgenommen hat.

Reize wurden nicht richtig verarbeitet, und daher verzögert reagiert. (Befund des Ohrenarztes ist meistens unauffällig)
Derjenige, der 35mal reden muss, bevor das Kind reagiert, wird vielleicht ungeduldig und lauter. Jedoch ohne Erfolg. Das Kind hat allerdings das Gefühl, die Frau Lehrerin, die Mami,... schreit mich immer nur an. Was ja auch stimmt.

Weder das Kind, noch der „Anschreier" wissen von dem Problem. Aber die daraus entstehenden Komplikationen

  • innerhalb der Beziehungen,
  • innerhalb der Kinder selbst und 
  • innerhalb der Klassengemeinschaft, sind erheblich. Es kommt zu emotionalen Schwierigkeiten des Kindes.

Die üblichen Erziehungsmittel bewirken zwar kurzfristige aber niemals langanhaltende Veränderungen. Strenges und konsequentes Üben, eine strenge Hand, bringt im Endeffekt nichts.

Die Folge ist meist ein verängstigtes Kind, dass in einen Dauerstress und damit in eine massive Überforderung geführt wird.

  • Minderwertigkeitsgefühle,
  • Versagensängste stellen sich ein
  • Verhaltensstörungen und psychische Auswirkungen auf das Verhalten des Kindes sind nicht mehr auszuschließen.

Ein Teufelskreis beginnt!

Aus:"Teufelskreis Betz Breuninger "

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